Karla (DDR 1965) # bis 20.05.2018

 

 

(Quelle: ARTE, http://cinema.arte.tv/de/artikel/karla-von-herrmann-zschoche)

 

Voll Enthusiasmus will die junge Lehrerin ihre Schüler zu selbständigem und kritischem Denken erziehen. Doch bei allen – Jugendlichen, Kollegen, Direktor wie Schulrätin – stößt sie auf völliges Unverständnis, denn ihr unkonventionelles Verhalten steht im klaren Widerspruch zu den staatlich verordneten Prinzipien. Wenig förderlich für Karlas Ansehen ist auch ihre Liebesbeziehung zu Kaspar, einem Journalisten, der Stalins Verbrechen aufdecken soll, dann doch nicht darf und später aus Protest seinen Beruf an den Nagel hängt. Nach einer Niederlage resigniert auch Karla phasenweise und passt sich den Normen an. Doch ihre Ideen und Visionen sind stärker und so führt Karlas mutige Standhaftigkeit schließlich zur Zwangsversetzung.

Wie zahlreiche Filme der Jahresproduktion 1965/66 fiel auch „Karla“ mit seinem zentralen Thema der Meinungsfreiheit dem 11. Plenum des ZK der SED zum Opfer. Zunächst wurden einzelne Szenen herausgeschnitten, letztlich der ganze Film verboten.

Credits

REGIE Herrmann Zschoche
PRODUZENT DEFA-Studio für Spielfilme
DREHBUCH Ulrich Plenzdorf, Herrmann Zschoche
KAMERA Günter Ost
MUSIK Karl-Ernst Sasse

Darsteller

Jutta Hoffmann (Karla), Jürgen Hentsch (Kaspar), Hans Hardt-Hardtloff (Direktor Hirte), Inge Keller (Schulrätin Janson), Gisela Morgen (Frau Wenndorf), Herwart Grosse (Lehrer Jott), Rolf Hoppe (Lehrer Eiffler), Jörg Knochée (Rudi), Klaus-Peter Pleßow (Uwe Wenndorf), Jürgen Krumrey (Der Kleine), Heidemarie Schneider (Erna), Dieter Wien (Lenke), Harald Moszdorf (Lehrer Karstadt), Fred Delmare (Hausmeister)