Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest

Wann:
13. November 2018 – 18. November 2018 ganztägig
2018-11-13T00:00:00+01:00
2018-11-19T00:00:00+01:00
Festival-Logo © Unbekannt, kasselerdokfest.de via Wikimedia Commons

 

Das 1982 gegründete Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest (kurz Kasseler Dokfest) findet jedes Jahr an sechs Tagen im November statt. Der Fokus des Festivals liegt auf aktuellen Dokumentarfilmen sowie experimentellen und künstlerischen Arbeiten. Das Filmprogramm wird ergänzt durch die medienübergreifenden Festivalsektionen Monitoring, eine Ausstellung aktueller Video- und Medieninstallationen, die Fachtagung interfiction, die DokfestLounge, das filmpädagogische Begleitprogramm junges dokfest, DokfestGeneration sowie das DokfestForum. Mit dem Hessischen Hochschulfilmtag, der Präsentation einer europäischen Filmhochschule, des Porträts einer europäischen Distribution sowie eines europäischen Filmfestivals und praxisbezogenen Vorträgen und Workshops, bietet das Kasseler Dokfest dem Filmnachwuchs zudem Möglichkeiten zur Weiterbildung sowie Informationen zu Ausbildung und Zugang zu professionellen Netzwerken.

Das Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest ist ein Film- und Medienfestival mit internationaler Ausrichtung und einem Schwerpunkt auf den neuen Medien. Gleichzeitig liegt ein besonderer Fokus auf der Förderung des regionalen Film- und Medienschaffens junger Regisseur/innen und Künstler/innen, die gleichrangig neben nationalen und internationalen Arbeiten gezeigt werden. Zu den Säulen des Festivals gehören neben dem Filmprogramm die Medienkunstausstellung „Monitoring“, die interdisziplinäre Workshop-Tagung „interfiction“, die audiovisuellen Performances in der „DokfestLounge“ sowie das filmpädagogische Begleitprogramm „junges dokfest – Dokumentarfilm sehen und verstehen“. Unter dem Begriff „DokfestEducation“ veranstaltet das Festival Veranstaltungen für den Filmnachwuchs, wie etwa die Vortragsreihe „Profis Plaudern Praxis“ oder der „Hessische Hochschulfilmtag“ sowie die Präsentation eines europäischen Verleihs und Filmfestivals.

Das Festival ist seit 1985 öffentlich ausgeschrieben. Gefördert wird das Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest unter anderem durch das MEDIA-Programm der Europäischen Union.

DokumentarFilmVideoKunst

Herzstück des Festivals ist das Filmprogramm, das in drei Sektionen aufgeteilt ist.

Langfilm

Rund 50 lange Dokumentarfilme ab einer Laufzeit von 65 Minuten werden während der Festivaltage präsentiert. Kriterien, die die endgültige Programmauswahl prägen, sind die politische, soziale und kulturelle Relevanz der Themen sowie die filmkünstlerische Bearbeitung der eingereichten Beiträge. Neben klassischen Darstellungsweisen sollen durch die Präsentation innovativer Formate vermeintliche Grenzen des Genres sowie die Macht, Manipulierbarkeit und Manipulationskraft der Bilder zur Diskussion gestellt werden. Zudem erhalten auch Low- oder No-Budget-Produktionen und Nachwuchsarbeiten sowie neue Projekte altbekannter Filmemacher/innen auf dem Kasseler Dokfest in den Sichtungen besondere Aufmerksamkeit.

Kurzfilm

Knapp 200 internationale und aktuelle kurze und mittellange Filme werden in Kompilationsprogrammen gezeigt. Jede der 80- bis 90-minütigen Zusammenstellungen setzt thematische Schwerpunkte und ist das Ergebnis eines kuratorischen Umgangs mit den eingereichten Arbeiten. Themen für die Kompilationsprogramme werden nicht vor der Auswahl festgelegt, sondern ergeben sich aus den eingereichten Arbeiten jedes Jahr neu. Eingereicht werden können pointierte Clips, Kurzdokumentationen und -porträts, animierte Arbeiten oder auch experimentelle Formen, die fiktionale und dokumentarische Erzählweisen mischen und eine starke künstlerische Handschrift erkennen lassen. Lediglich klassische, narrative Kurzspielfilme werden in der Kurzfilmsektion nicht in Erwägung gezogen.

Nordhessische Produktionen – Goldener Herkules

Die Sektion „Goldener Herkules“ dient dazu, dem regionalen Filmschaffen eine Plattform zu bieten. Präsentiert werden zwischen 20 und 30 Spiel-, Animations- und Dokumentarfilme nordhessischer Filmemacher/innen, die sowohl in speziellen Kompilationsprogrammen als auch als Teil regulärer Programme laufen. Zugelassen für diese Sektion und damit den regionalen Wettbewerb sind Arbeiten aller Genres, deren Regisseur/innen ihren Wohnsitz in Nordhessen haben oder ein Studium an der Universität Kassel, der Kunsthochschule Kassel bzw. einer vergleichbaren Medieneinrichtung in Nordhessen absolvieren oder die in Nordhessen realisiert und produziert wurden.

Veranstaltungsorte sind der Filmladen Kassel e.V., die BALi Kinos und das Gloria Kino.

 

kasselerdokfest.de, wikipedia.org

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