Duisburger Filmwoche

Wann:
5. November 2018 – 11. November 2018 ganztägig
2018-11-05T00:00:00+01:00
2018-11-12T00:00:00+01:00
Logo Duisburger FIlmwoche © epd Film.de

 

Die Duisburger Filmwoche ist das Festival des deutschsprachigen Dokumentarfilms. Sie findet in ihrer Form als Diskussionsforum seit 1978, dem zweiten Jahr ihres Bestehens, alljährlich im November in Duisburg statt. Seitdem konzentriert sich die Duisburger Filmwoche auf aktuelle Dokumentarfilme bundesdeutscher Produktionen, seit 1990 zusätzlich auf Produktionen aus der Schweiz und Österreich. Der Begriff Dokumentarfilm ist dabei weit gefasst und lässt Grenzüberschreitungen und „Mischformen“ zu.

Die Filmwoche wird von der Stadt Duisburg mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Film- und Medienstiftung NRW veranstaltet. Es werden zwei Haupt-, zwei Förder- sowie ein Publikumspreis im Gesamtwert von 23.000 Euro vergeben.

Seit jeher einzigartig für die Duisburger Filmwoche ist, dass an die Filmvorführungen ausführliche Podiumsdiskussionen folgen, die von Journalisten und Filmwissenschaftlern protokolliert und archiviert werden. Diese Protokolle führten des häufigeren zu Auseinandersetzungen und heftigen Debatten über die eigentliche Festivalzeit hinaus.

Die Duisburger Filmwoche geht auf eine Initiative des Duisburger filmforums zurück, das Anfang der 1970er Jahre gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen die Filminformationstage durchführte.

Die erste Duisburger Filmwoche fand vom 28. März bis 3. April 1977 statt und entwickelte sich, als jährliches Treffen im November, in den folgenden Jahren zum Diskussionsforum des künstlerischen Dokumentarfilms in der Bundesrepublik.

Seit 1985 leitet Werner Ružička die Duisburger Filmwoche, seit 1987 alljährlich unter einem wechselnden Motiv. Darüber hinaus findet sich seit 2002 mit „Ganz nah dran!“ ein Dokumentarfilmprogramm für Kinder im Rahmen der Duisburger Filmwoche, welches seit 2004 unter dem eigenen Label „doxs!“ als bundesweit ältestes Festival für Kinder- und Jugenddokumentarfilm lanciert.

Aktuell verliehene Preise

ARTE-Dokumentarfilmpreis

Der Preis der deutschen Filmkritik für den besten Dokumentarfilm des Jahres wird seit 1987 jährlich an Produktionen aus Deutschland vergeben und von der Arbeitsgemeinschaft der Filmjournalisten nominiert. 1994 wurde er erstmals vom europäischen Kulturkanal ARTE dotiert und ging damit in den Arte-Dokumentarfilmpreis für den besten deutschen Dokumentarfilm über, welcher sich wiederum seit 2008 als Arte-Dokumentarfilmpreis zusätzlich auf Produktionen aus Österreich und der Schweiz ausweitete. Er ist derzeit mit 6.000 Euro dotiert.

Die Jury berücksichtigt bei der Nominierung nicht ausschließlich die auf der Duisburger Filmwoche präsentierten Dokumentarfilme, sondern sämtliche Produktionen des zurückliegenden Jahres. So kam es bisher einmal dazu, dass ein in Duisburg abgelehnter Film ausgezeichnet wurde.

Preisträger (seit 1999)
  • 1999 Mendel lebt (Hans-Dieter Grabe; D 1999)
  • 2000 Die Königin (Werner Schroeter; D 2000)
  • 2001 Der chinesische Markt (Zoran Solomun, Vladimir Blazevski; D 2000)
  • 2002 schlittenschenken (Erwin Michelberger, Oleg Tcherny; D 2002)
  • 2003 Die Helfer und die Frauen (Karin Jurschick; D 2003)
  • 2004 Hat Wolff von Amerongen Konkursdelikte begangen? (Gerhard Friedl; D 2004)
  • 2005 Between the Devil and the Wide Blue Sea (Romuald Karmakar; D 2005)
  • 2006 Il Palazzo (Katharina Copony; D/A 2006)
  • 2007 Michael Hamburger – Ein englischer Dichter aus Deutschland (Frank Wierke; D 2007)
  • 2008 Die Blumenbrücke (Thomas Ciulei; D/RO 2008)
  • 2009 Zum Vergleich (Harun Farocki; D/A 2009)
  • 2010 Von der Vermählung des Salamanders mit der grünen Schlange (René Frölke; D 2010)
  • 2011 Aber das Wort Hund bellt ja nicht (Bernd Schoch; D 2011)
  • 2012 Preis des Goldes (Sven Zellner, Chingunjav Borkhuu; D 2012)
  • 2013 Sieniawka (Marcin Malaszczak; D/PL 2013)
  • 2014 Städtebewohner (Thomas Heise; D 2014)
  • 2015 Zaplyv – Die Schwimmer (Kristina Paustian; D/HU/RU 2015)

3sat-Dokumentarfilmpreis

Der 3sat-Dokumentarfilmpreis für den besten deutschsprachigen Dokumentarfilm wird seit 1996 jährlich an Produktionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vergeben und von einer unabhängigen Jury nominiert. Er ist derzeit mit 6.000 Euro dotiert.

Preisträger (seit 1999)
  • 1999 Dezember, 1-31 (Jan Peters; D 1999)
  • 2000 Das Himmler-Projekt (Romuald Karmakar; D 2000)
  • 2001 Aufnahme (Stefan Landorf; D 2001)
  • 2002 Gambling, Gods and LSD (Peter Mettler; CH/CND 2002)
  • 2003 Das Problem ist meine Frau (Calle Overweg; D 2003)
  • 2004 Hans im Glück (Peter Liechti; CH 2003)
  • 2005 Weiße Raben – Alptraum Tschetschenien (Johann Feindt, Tamara Trampe; D 2005)
  • 2006 Hamburger Lektionen (Romuald Karmakar; D 2006)
  • 2007 Zuoz (Daniella Marxer; A/F 2007)
  • 2008 In die Welt (Constantin Wulff; A 2008)
  • 2009 Oceanul Mare (Katharina Copony; A 2009)
  • 2010 Die fünf Himmelsrichtungen (Fridolin Schönwiese; A 2009)
  • 2011 Carte Blanche (Heidi Specogna; CH 2011)
  • 2012 Thorberg (Dieter Fahrer; CH 2012) und
    Der Auftrag (Ayla Gottschlich; D 2012)
  • 2013 Betongold – Wie die Finanzkrise in mein Wohnzimmer kam (Katrin Rothe; D 2013)
  • 2014 Portrait of A lone farmer (Jide Tom Akinleminu; D/DK/NGR 2013)
  • 2015 Über die Jahre (Nikolaus Geyrhalter; A 2015)

Daneben gibt es den den Publikumspreis der Rheinischen Post, den „Carte Blanche“ Nachwuchspreis des Landes Nordrhein-Westfalen und den Förderpreis der Stadt DuisburgDer Förderpreis des Verbandes der Deutschen Filmkritik in der Sparte Dokumentarfilm war bis 1998 dotiert und ging zu 2000 in den Förderpreis der Stadt Duisburg über.

 

wikipedia.org

 

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