Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm (DOK Leipzig)

Wann:
29. Oktober 2018 – 4. November 2018 ganztägig
2018-10-29T00:00:00+01:00
2018-11-05T00:00:00+01:00
Festival-Logo © Unbekannt, via Lumu, wikipedia.org

Das Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm, kurz DOK Leipzig, ist ein seit 1955 jährlich in Leipzig stattfindendes Zwei-Sparten-Filmfestival. DOK Leipzig gilt als das bedeutendste Festival für Dokumentar- und Animationsfilm in Deutschland.

In den beiden Wettbewerbskategorien Internationaler Dokumentarfilm und Internationaler Animationsfilm werden als Hauptpreise die Goldene und Silberne Taube verliehen. Hauptpreise der Wettbewerbe Deutscher Dokumentarfilm und Generation DOK – Internationaler Nachwuchswettbewerb Dokumentarfilm sind der Zweitausendeins Filmpreis sowie die Goldene Taube der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig. Zur 58. Ausgabe des Festivals 2015 wurden Preisgelder in Höhe von 75.500 Euro vergeben.

Die Initiative zur 1. Gesamtdeutschen Leipziger Woche für Kultur- und Dokumentarfilm 1955 geht auf den Club der Filmschaffenden der DDR zurück. Direktor des ersten unabhängigen und gesamtdeutschen Festivals der DDR war Wolfgang Kernicke. 1961 fand das erste internationale Festival statt und im Jahr darauf wurden die Goldene und Silberne Taube als Hauptpreise eingeführt. Die Tauben gingen auf einen Entwurf von Pablo Picasso zurück, den dieser ursprünglich für die Pariser Weltfriedenskongress 1947 angefertigt hatte.

1964 wurde Wolfgang Harkenthal neuer Direktor. Die ersten ernsthaften politischen Konflikte gab es 1968 mit der Niederschlagung des Prager Frühlings. Zwar durften einige gesellschaftskritische Filme im Programm gezeigt werden, Filme zum Thema „Tschechoslowakei“ wurden allerdings von der Aufführung ausgeschlossen. Ab 1971 nahm die Einmischung der staatlichen Behörden der DDR in die Programmgestaltung deutlich zu. 1987 wurden die ersten Filme zur Perestroika gezeigt, ARD und ZDF waren offizielle Teilnehmer des Festivals. 1988 wurden selbst sowjetische Filme durch das DDR-Kulturministerium zensiert, die Diskussionsrunden wurden abgeschafft. Mit der Wende 1989 trat das Komitee zurück. Das Festival bekam jedoch Unterstützung durch die Regelungen des Einigungsvertrags.

Claas Danielsen, Filmemacher und Studienleiter, wurde 2004 neuer Direktor. Er führte das Fortbildungsprogramm für Nachwuchs-Dokumentarfilmer, Discovery Campus e. V. und unter anderem den Wettbewerb für den deutschen Dokumentarfilm ein. Außerdem etablierte er den Branchentreffpunkt DOK Industry und ein neues Motto „the heART of documentary“. Die Preisgelder steigen auf insgesamt 47.500 Euro mit der Vergabe des „Förder-Preis der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig“. 2005 bekam das Festival den neuen Kurztitel DOK Leipzig.

wikipedia.org, dok-leipzig.de

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