Internationales Filmfestival Mannheim-Heidelberg

Wann:
15. November 2018 – 25. November 2018 ganztägig
2018-11-15T00:00:00+01:00
2018-11-26T00:00:00+01:00
Festival-Logo © Iff-MH, Own Work, via Wikimedia Commons

 

Das Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg findet jährlich in den beiden Städten Mannheim und Heidelberg statt.

Erwartet werden um die 60.000 Besucher, darunter etwa 500 Fachbesucher. Das Festival ist ein Treffen des Autorenkinos und des anspruchsvollen ausländischen Films. Der Fokus des Festivals liegt auf der Entdeckung und Förderung junger Talente. Es zeigt hauptsächlich Erst- oder Zweitwerke junger Regisseure. Mit dem „Grand Newcomer Award Mannheim-Heidelberg“ werden talentierte junge Nachwuchsregisseure ausgezeichnet. Das Pendant dazu bildet der „New Creators Award Mannheim-Heidelberg“ er geht an junge Autoren und Creators der weltweiten Serienbranche. Neben der Berlinale und den Hofer Filmtagen zählt Mannheim-Heidelberg zu Deutschlands wichtigsten Filmfestivals und international wichtigsten Filmfestivals für den Autorenfilm junger Filmemacher. Das Festival rangiert weltweit unter den Top 40.

Auf Anregung des Mannheimer Oberbürgermeisters Hermann Heimerich wurde Ende Mai 1952 erstmals die „Kultur- und Dokumentarfilmwoche“ unter Leitung von Kurt Joachim Fischer durchgeführt. Die Veranstaltung machte sich in der deutschen Filmwelt schnell einen Namen und wurde zum Vorbild für die „Internationalen Kurzfilmtage“ in Oberhausen und das „Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm“. Seit 1960 wird in Mannheim der Kritikerpreis der Weltorganisation der Filmkritiker, FIPRESCI, vergeben. Ab 1961 wurde das Festival als „Internationale Filmwoche Mannheim“ durchgeführt. 1991 wurde sie in „Internationales Film Festival Mannheim“ umfirmiert und der noch heute amtierende Festivalleiter Michael Kötz nahm seine Arbeit auf. Nach erneuten finanziellen Schwierigkeiten konnte 1994 die Stadt Heidelberg als Partner gewonnen werden. Seitdem findet die Filmwoche in beiden Städten statt.

1995 wurden die „Exclusion List“ eingeführt und damit die Teilnahmebedingungen für Filme im Wettbewerb verschärft: Die Filme dürfen weder in Deutschland, noch in Cannes, Venedig, Berlin, San Sebastian und anderen Festivals gelaufen sein.

Eine Sonderreihe mit neuen deutschen Lang- und Kurzfilmen machte 2003 auf eine neue Generation von Filmemachern aus Deutschland aufmerksam, darunter Christoph Hochhäusler mit seinem abendfüllenden Erstlingsspielfilm „Milchwald“. Im Rahmen der Mannheim Meetings fand das Symposium „Arthouse is for Everyone“ statt. Als neuer Teil der Mannheimer Meetings wurden die „Mannheim Sales & Distribution Meetings“ erfolgreich etabliert.

2005 wurde das Festival des deutschen Films in Ludwigshafen am Rhein in Initiative des Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg gegründet.

Von vielen erst später berühmt gewordenen Regisseuren wurden hier schon Filme (oft auch Erstlingswerke) gezeigt, darunter Filme von François Truffaut, Wim Wenders (1969), Rainer Werner Fassbinder (1969 Uraufführung des Films Katzelmacher), Mike Leigh (1972), Patricio Guzmán (1973), Krzysztof Kieślowski (1974), Jim Jarmusch (1980), Lars von Trier, Bryan Singer, Atom Egoyan (1984) und Thomas Vinterberg (1996). Als Gäste oder Jurymitglieder waren unter anderem Fritz Lang (1964), Theodor W. Adorno, Kurt Georg Kiesinger (1965), Bernardo Bertolucci (1966), Werner Herzog (1969), Marcel Reich-Ranicki (1964), Edgar Reitz (2008) und Olivier Assayas (2015) in Mannheim.

 

wikipedia.org, www.iffmh.de

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