Filmplakat "Berlin - Die Symphonie der Grossstadt" © FOX Europa, Filmposter-Archiv/Wikimedia Commons

Berlin – Die Symphonie der Großstadt (Experimental-Stummfilm, D 1927)

Der dokumentarische Film beschreibt einen Tag in der Großstadt Berlin, die in den 1920er Jahren einen industriellen Aufschwung erlebte, und gibt auch heute noch einen Einblick in die Lebens- und Arbeitsverhältnisse zu dieser Zeit.

Ruttmann konzipierte seinen Film als dokumentarisches Kunstwerk, das die Großstadt Berlin als lebenden Organismus darstellen soll. Im langsamen Erwachen der Stadt, in der Hektik des Tages und im langsameren Ausklingen am Abend sah er eine Analogie zu einer Sinfonie und unterstrich dies im Filmschnitt. Für die damalige Zeit ungewöhnlich, setzte Ruttmann zahlreiche kurze Schnitte ein, um die Lebendigkeit und Hektik der Stadt plastischer werden zu lassen. Als einer der ersten sinfonischen Filme nutzte Berlin – Die Sinfonie der Großstadt die Ende der 1920er Jahre entwickelte technische Möglichkeit, Filme exakt und in vielen kleinen Schnitten zu schneiden und wieder zu kleben. Auf diese Weise konnte auf die Möglichkeiten einer abwechslungsreichen Filmmusik mit filmischen Mitteln reagiert werden – und umgekehrt.

Von Edmund Meisels Originalmusik zu dem Film ist nur eine Klavierfassung erhalten.

 

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 Stab

Regie: Walther Ruttmann
Drehbuch: Karl Freund, Carl Mayer, Walther Ruttmann
Musik: Edmund Meisel
Kamera: Robert Baberske, Reimar Kuntze, Karl Freund, László Schäffer
Schnitt: Walther Ruttmann