Filmplakat "Ich war neunzehn" © DEFA, IMDB

ICH WAR NEUNZEHN (DEFA-Gegenwartsfilm/Kellerfilm, DDR 1967) # bis 20.05.2018

Ein Kunstwerk, eigenwillig, streng, voller Geschichten von den letzten Tagen des Krieges. Zweifelsohne zählt „Ich war neunzehn“ (DDR, 1968) zu den bedeutenden DEFA-Produktionen und den wichtigen Filmen des deutschen Kinos überhaupt. Ein bemerkenswert inszenierter Film voller unvergesslicher Bilder. Zeitlupen, Standbilder und andere Stileffekte.

Obwohl „Ich war neunzehn“ als realistischer und aufrichtiger Film zu werten ist, trägt er doch zu einer propagandistischen Sicht der Befreiung Deutschlands bei: Er verherrlicht die sowjetische Militärstrategie, die um jeden Preis unnötiges Blutvergießen vermeiden will, verschleiert allerdings schockierende Taten der sowjetischen Truppen, insbesondere die millionenfachen, systematischen Vergewaltigungen in Deutschland und Polen.

 

Handlung:

Am 16. April 1945 ziehen Gregor Hecker und seine kleine Truppe im Gefolge der 48. Armee von der Oder her kommend durch Brandenburg nach Westen. Als sowjetischer Leutnant ist er in seine Heimat zurückgekehrt. Er war acht Jahre alt, als seine Eltern mit ihm nach Moskau emigrierten, wo er aufwuchs. Das Land, in das er jetzt kommt, scheint ihm fremd.

Als die Kolonne nach Bernau kommt, das von den sowjetischen Panzerspitzen bereits besetzt, aber inzwischen wieder geräumt worden ist, wird Hecker kurzerhand zum Kommandanten der Stadt ernannt. Mit einer Handvoll Leuten versucht er nun eine Ordnung im Sinne der Kommunistischen Partei herzustellen.

 

 

 

 

arte.tv, wikipedia.org

 

 

Credits

REGIE Konrad Wolf
PRODUZENT DEFA-Studio für Spielfilme
DREHBUCH Wolfgang Kohlhaase, Konrad Wolf
KAMERA Werner Bergmann
MUSIK Lied “Am Rio Jarama“ singt Ernst Busch

Darsteller

Jaecki Schwarz (Gregor), Wassili Liwanow (Wadim), Alexej Ejboshenko (Sascha), Galina Polskich (Sowjetisches Mädchen), Jenny Gröllmann (Deutsches Mädchen), Rolf Hoppe (Major)