Filmplakat "Caligari" © Atelier Ledl Bernhard, Wikimedia Commons

Das Cabinet des Dr. Caligari (Expressionistischer Stummfilm/Horrorfilm, D 1920)

Das Cabinet des Dr. Caligari ist ein deutscher Spielfilm von Robert Wiene aus dem Jahr 1920. Der expressionistische Stummfilm gilt als ein Meilenstein der Filmgeschichte.

Erzählt wird die Geschichte des wahnsinnigen Dr. Caligari, der mit Hilfe eines Somnambulen (Schlafwandler) namens Cesare eine kleine norddeutsche Stadt in Angst und Schrecken versetzt. Tagsüber präsentiert Caligari den an einer  tranceartigen Krankheit leidenden Cesare auf dem Jahrmarkt, wo dieser den Schaulustigen die Zukunft voraussagt. Des Nachts aber schleicht er durch die Stadt und begeht unter dem Einfluss seines Herrn furchtbare Morde. Als eines Nachts ein junger Mann ermordet wird, dem Cesare den nahen Tod prophezeit hatte, ahnt Francis, ein Freund des Toten, dass Dr. Caligari mit der Sache zu tun hat. Als Francis´ Freundin Jane von Cesare bedroht und entführt wird, wird der Verdacht zur Gewißheit. Eine aufgebrachte Menge macht sich auf die Jagd nach dem flüchtenden Doktor. In einem Irrenhaus scheint Francis den Schausteller in die Enge getrieben zu haben, da macht er eine furchtbare Entdeckung: Der wahnsinnige Dr. Caligari ist der Direktor der Anstalt… Die Rahmenhandlung schafft die Doppelbödigkeit des Films: denn Francis, der die Geschichte von Dr. Caligari erzählte, ist selbst Insasse der Nervenheilanstalt.

 

 

 

archive.org, wikipedia.org, murnau-stiftung.de

 

Stab

Regie Robert Wiene

Drehbuch Hans Janowitz,Carl Mayer

Produktion Rudolf Meinert,Erich Pommer

Musik Giuseppe Becce

Kamera Willy Hameister

Besetzung

Werner Krauß: Dr. Caligari

Conrad Veidt: Cesare

Friedrich Fehér: Franzis

Lil Dagover: Jane

Hans Heinrich von Twardowski: Alan

Rudolf Lettinger: Dr. Olsen

Hans Lanser-Ludolff: Alter Mann

Henri Peters-Arnolds: Junger Doktor

Ludwig Rex: Mörder

Elsa Wagner: Hauswirtin

Rudolf Klein-Rogge: Verbrecher